In der Pfarre Emmaus gibt es jetzt, nach drei Schafen, auch einen Esel für unsere Krippe. Fast lebensgroß und „bereitbar“. Einem Erinnerungsfoto auf dem Esel am 24.12. nach dem Krippenspiel um 16 Uhr steht also nichts im Wege. Und voraussichtlich wird „Benjamin“ zu Ostern auch eine tragende Rolle spielen.

Der Esel gehört für uns zum gewohnten Bild zur Geburt von Jesus und wir vermuten keinen tieferen Sinn dahinter. Doch er steht, so wie der Ochse, für eine tiefgründige Symbolik. In der Mythologie werden dem Esel viele Tugenden und Eigenschaften zugeschrieben. Was kann der Esel uns sagen?

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Wir nehmen normalerweise an, dass die Tiere im Stall leben und der heiligen Familie nur vorübergehend Platz machen. Für gewöhnlich fressen Esel und Ochs aus der Futterkrippe, in dem das neu geborene Kind liegt. „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht“ (Jes 1,3). Der Esel steht für die Heiden, der Ochse für das Volk Israel. Und der Esel kommt in der Bibel noch öfters vor, z.B. bei der Flucht von Josef und Maria mit dem Kind auf einem Esel, oder dem Einzug von Jesus in Jerusalem.

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Der Esel ist Jesus näher, als wir es oft sind.
Er fordert uns auf, speziell im Advent langsamer zu werden.
Er lädt uns ein, über uns selber zu lachen.
Er zeigt uns, unser Verhalten zu ändern, neue Wege zu suchen.
Er lehrt uns Ausdauer, Genügsamkeit, aus eigenen Fehlern zu lernen und unsere eigentliche Bestimmung zu finden.
Vielleicht lächelt deshalb das Kind in der Krippe!