„Kann ich zwei...“? „Nein, nimm Dir EIN Gänsekeks und teile ihn mit jemanden“!

Alfred Rethel: Der heilige Martin

Hoffentlich ist die Botschaft vom heiligen Martin angekommen;  die des Teilens! Etwa 25 Kinder und deren begleitende Eltern waren heute in unserer Pfarre Emmaus, um gemeinsam Laternen zu basteln, am Laternenumzug teilzunehmen und anschließend im Pfarrsaal Kekse in Gänseform zu teilen.

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Es war schön die Kinder so eifrig beim Basteln zu sehen und ihnen dabei zur Hand zu gehen. Sie bemalten die lichtdurchlässigen Papiere mit verschiedenen Szenenbildern des heiligen Martins oder Gänsen. Warum Martin und Gänse?
Martin lebte vor rund 1.700 Jahren! Und er verbrachte seine Jugend als Soldat. Später diente er als römischer Offizier. Ein kurzer Schlüsselmoment wendete sein Leben: Für einen Bettler, der ohne ihm erfroren wäre, teilte er mit dem Schwert seinen Mantel. In der Nacht darauf erschien ihm Christus – in der Gestalt des Bettlers – um zu sagen: „Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan.“

Alfred Rethel: Der heilige Martin
Alfred Rethel: Der heilige Martin

Bald darauf empfing Martin die Taufe und bat, aus dem Militärdienst ausscheiden zu dürfen. Schließlich wurde Martin Priester. Seine guten Taten durften sich herumgesprochen haben. Denn als man einen neuen Bischof brauchte, wollten die Bürger niemand anderen als Martin. Der aber wollte nicht, doch die (Martins-)Gänse sollen ihnen sein Versteck verraten haben. So wurde Martin – etwas wider Willen – dann doch Bischof.
Am 11. 11. ist das „Martinsfest“ und wir gedenken diesem Heiligen und seinen guten Werken. „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“, sangen die Kinder und einige Erwachsene mit ihren bunten Lichtern beim Umzug um die Kirche. Das alles in Erinnerung an den Heiligen Martin; gedanklich reitet er voraus, als Soldat auf seinem Pferd.
In einer Andacht in der Kirche wurden die Kinder spielerisch mit Utensilien überrascht, die an den Soldaten und an den Bischof erinnern. Es wurde von den Kindern auch Martins Mantel mit einem Schwert zerteilt. Anschließend wurden Kekse in Gänseform ver- und geteilt. 
Es bleibt die Hoffnung, dass der Gedanke des Teilens angekommen ist, bei den Kindern und den Eltern!