Traditioneller Weise werden am "Christkönig-Sonntag" die Mädchen und Jungen, die sich entschieden haben als MinistrantInnen den Gottesdienst mitzugestalten, den Pfarrer bei der Feier der heiligen Messe zu unterstützen, in die Gemeinschaft der Ministranten aufgenommen.

Wir haben heuer eine Ausnahme gemacht und am 5. Juli 2017, während der Mittwochsfrühmesse, Tomin Karakkattil in die Gemeinschaft der Ministranten aufgenommen.

Damit möchten wir Tomin, der mit seiner Familie im Sommer in die Schweiz übersiedelt, ermöglichen in seiner neuen Heimat seine bei uns begonnen Ausbildung fortzusetzen und mit seiner fröhlichen, liebenswerten und wissbegierigen Art die Ministranten zu unterstützen.

Wir beten für ihn und bitten beim Heiligen Tarzisius, den Patron der Ministranten um Segen, Mut und Kraft für seine neue Aufgabe.

„Mit einer Hand voll Liebe, damit Du nie vergisst, um was es geht.

Mit einem Bauch voll Mut, damit Du stehen bleibst, wenn die Angsthasen davon springen.

Mit einem Kopf voll Flöhen, damit Dir die Flausen nie vergehen.

Mit einem Ohr voll Glocken, damit Du es läuten hörst, wenn Gott Dich braucht.

Und mit einem Rücken voll Flügel, damit Du Deine neue Gemeinschaft stärkst und ihr Aufschwung verleihst.“

Ministrantensegen-Holzkirch
                                                                

Und für alle die den Patron der Minis noch nicht kennen, eine kurze Zusammenfassung:

"Heiliger Tarzisius"

Der Überlieferung nach hat er in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts nach Christus in der Stadt Rom gelebt. In der damaligen Zeit durften Christen/innen ihren Glauben nicht offen ausleben und wurden im römischen Reich aufs Schärfste verfolgt. So mussten sie ihren Glauben im Verborgenen leben und feiern.

Tarzisius war ein Junge, der in der christlichen Gemeinde einen wichtigen Dienst übernommen hat: Älteren und kranken Menschen hat er im Anschluss an den Gottesdienst die Kommunion nach Hause gebracht.

Eines Tages auf dem Weg dorthin forderten ihn Heidnische Jugendliche auf, zu zeigen, was er im Gewand bei sich trug. Er weigerte sich, die Horde wollte ihn zwingen und hat ihn am Ende totgeschlagen.

Der Name „Tarcisius“ heißt übersetzt „Der Mutige“. Heute ist er der Patron, das Vorbild der Ministranten/innen, weil er sich für andere Menschen eingesetzt und in der Gemeinde von Rom einen wichtigen Dienst für die Gemeinschaft übernommen hat.

Gedenktag: 15. August

Reliquien: Die leiblichen Überreste des Heiligen befinden sich in Rom.

Liturgische Farbe: rot

Darstellung: Meist in altrömischer Knabentracht, die Hände über der Brust gekreuzt. Manchmal auch gehend, mit Palme, Steinen und Hostie als Zeichen seines bestandenen Martyriums.