Die zehnte europäische Meisterschaft im Priesterfußball findet dieses Jahr in Michalovce, Slowakei, statt. Unser Pfarrer Zvonko Brezovski nimmt auch teil. Nachdem das Team Emmaus –bestehend aus Zvonko, Florian und Manuel- sich um 05:00 Uhr auf den Weg gemacht haben, ist unser Pfarrer pünktlich zum ersten Spiel auf dem Feld.
 

Österreich gegen Bosnien und Herzegowina

Um 13:00 ertönte der Anpfiff für das Spiel Österreich gegen Bosnien-Herzegowina. Da Bosnien als einer der Favoriten gilt, gingen die Österreicher als Underdogs eher defensiv ins Spiel. Nach einigen Minuten stand zwar die Überlegenheit des bosnischen Teams fest, die Österreicher kämpften aber hart und versuchten ihr Spiel immer weiter zu optimieren. Zvonko war den Großteil des Spiels im Feld und stärkte die Mannschaft im Sturm. Das Spiel endete nach 20 Minuten mit 0:4 für Bosnien. Zvonko kommentierte: „Wir haben gut gespielt, Bosnien ist einer der vier besten Mannschaften. Gegen Ende konnten wir die Verteidigung nicht mehr ganz so gut halten, aber wir waren nicht schlecht.


Im Moment bereitet sich die Mannschaft mental auf das nächste Match gegen Ungarn vor. Das Team rechnet mit einer Chance auf einen Sieg, lässt sich aber noch überraschen. „Wir werden unser Bestes geben“.

Österreich gegen Ungarn

Das Match Österreich gegen Ungarn beginnt. Zu Anfang noch recht ausgeglichen, steigert sich das österreichische Team während des Spielverlaufs. Zvonko spielt auf der rechten Flanke im Sturm und bringt die Bälle nach vorne. Die Mannschaften gehen ohne Tore in die Halbzeit.

Die erfrischende Halbzeit hilft dem Team. Sie dominieren das Spiel, scheitern aber noch an der Torumsetzung. Dann: Ball kommt ins gegnerische Spielfeld und wird hoch Richtung Tor gespielt. Zvonko steht bereit, erkennt die Situation und setzt zu einem Kopfschuss an. Millimeter bevor der Ball die Torlinie passiert, greift ein ungarischer Mittelfeldspieler mit der Hand nach der Kugel und verhindert das Tor. Diese grobe Unsportlichkeit wird von den Schiedsrichtern mit einer roten Karte geahndet. Das unumstrittene Tor unseres Pfarrers zählt trotzdem nicht. Der Elfmeter kann vom österreichischen Team nicht verwandelt werden. Einige Minuten später wird Zvonko gefoult (Ellbogen in die Brust), sodass er in den letzten Minuten nicht mitspielen kann. Das Spiel endet 0 : 0.

Wir haben super gespielt und konnten unsere Taktik umsetzen. Dass wir trotzdem nicht gewonnen haben, ist sehr schade, aber es war ein angenehmes Spiel.“ Die grobe Unsportlichkeit und Unfairness Ungarns erwähnt Zvonko nicht.

Österreich gegen Slowenien

Noch ein bisschen mitgenommen von dem Spiel gegen Ungarn startet das Match gegen Slowenien. Zu Anfang haben die Österreicher den Dreh noch nicht raus und spielen sehr zurückhaltend. Zvonko wurde in die Verteidigung verlagert und da wird er auch gebraucht. Die Schwächephase wird von Slowenien ausgenutzt und zur Halbzeit steht es 0:1.


Die zweite Halbzeit beginnt stark und entwickelt sich zu einer Dominanz unserer Nationalmannschaft. Bald folgt der Ausgleich auf 1:1 nach einer wunderschönen Flanke. Von der Motivation getragen entblößt ein Priester nach dem Führungstreffer auf 2:1 seinen Oberkörper. Die Gesichter beginnen zu strahlen und die Freude ist den österreichischen Katholiken anzusehen. In einem dramatischen letzten Eckball der Gegner wehrt Österreich gekonnt ab. Schlussstand 2:1 für Österreich. "Wir sind sehr kompakt gestanden. Die einzige Chance, die wir ihnen gelassen haben, haben sie genützt, aber wir konnten unser spielerisches Können zeigen und das Spiel noch umdrehen."

In der Gruppenphase platziert sich Österreich auf Platz 3 der Gruppe B und spielt heute noch gegen den Drittplatzierten der Gruppe A. Es bleibt spannend.. 

Österreich gegen Montenegro (3. Platz der Gruppe A)

Das ist das letzte Spiel des heutigen Tages und das erste in der KO-Phase. Beim Spiel gegen Montenegro konnte sich das österreichische Team entfalten. Obwohl es am Anfang nicht funktioniert hat, nach vorne zu kommen, hatten unsere Spieler, wie in den anderen Spielen, am Ende ihre Blütezeit. Die Österreicher dominieren gegen den starken Gegner und gewinnen das Spiel 3:1.

„Wir hatten während des Spiels noch eine Taktikänderung. Es freut mich, dass diese so gut funktioniert hat.“

Nächstes Spiel: Donnerstag, 04.02.2016 um 14:00